Rezension “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes”

Nun ist es endlich soweit – wobei “endlich” wirklich eine harte Tatsache darstellt!

Am 27. Oktober 2007 erschien die deutsche Ausgabe von “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes”. Bereits im Sommer des Jahres wurde die englische Originalausgabe unter großem Jubel veröffentlicht – natürlich mit den schon traditionell ausgerichteten Verkäufen um Mitternacht. Eine Serie, die nunmehr 7 Bände umfasst und über 10 Jahre schriftstellerische Arbeit benötigte, hatte ihren Abschluss gefunden. Die Fans weltweit wollten nun endlich herausfinden, wie Harry und seine Freunde gegen Lord Voldemort vorgehen. Unzählige Fragen sollten eine Antwort erhalten, Hoffnungen und Wünsche der Fans sollten sich erfüllen oder auch unerfüllt bleiben. Der Druck auf Erfolgsautorin Joanne K. Rowling muss unheimlich groß gewesen sein.

Im selben Jahr fand eine weitere Premiere statt. “Harry Potter und der Orden des Phoenix” hatte Filmpremiere – somit war eigentlich sichergestellt, dass der “Hype” um Harry Potter zumindest so lange andauern würde, bis auch der letzte Band seine filmische Umsetzung  erhielt.

Was stand am Ende fest? Eigentlich das, was man nun in seinen Bücherregalen und DvD/BlueRay-Sammlungen vorfinden konnte. 7 vorzügliche Bücher, die Jung und Alt gleichermaßen fesseln können und 8 Verfilmungen, die einen Einblick auf das umfassende Werk der Autorin zulassen.

Eine gute Freundin von mir stellte am Ende ihrer “Potter-Reise” fest, dass nun eine unangenehme Leere vorhanden sei – es gäbe ja nun keine “Potter-Bücher” mehr. Dies sagte sie jedoch mit einem verschmitzten Lächeln. Sicherlich ist es richtig, dass viele Leserinnen und Leser in dieser Reihe einen “Begleiter” sahen. So haben doch einige “Kids” in den späten 90er Jahren einen Zauberschüler kennen lernen dürfen, der sie für die nächsten Jahre fest begleiten sollte. Sie entdeckten ihre Faszination für das Fach “Lesen” und wurden zu echten Anhängern. Sie “wuchsen” mit Harry und seinen Freunden mit – sie litten mit ihm, lachten und weinten. Aus einem “Held der Jugend” wurde schnell ein vertrauter Freund, dem man immer wieder einen Besuch abstatten konnte. Die älteren Leser entdeckten Erinnerungen und Gefühle wieder, die sie vor Jahren selbst erlebt hatten. Diese Erfahrung zauberte ein Lächeln und sicherlich auch die eine oder andere Träne auf ihre Gesichter. Daher ist es doch offensichtlich, dass diese Begeisterung über einen recht langen Zeitraum aufrecht erhalten wurde. Die Reaktionen und Gefühle, die zum Ende dieser “langen Reise” ans Tageslicht gebracht wurden, können unterschiedlicher nicht sein. Einige waren am Boden zerstört und zwar nicht, weil dieses Finale misslungen war, sondern weil die Geschichte um Harry Potter ein Ende gefunden hatte. Andere Fans der Serie waren zufrieden und glücklich, diese Reise als Begleiter zum Abschluss gebracht zu haben. Doch alle Freunde der Serie vereinte eine Ansicht:

Diese Geschichte kann jederzeit von Neuem beginnen – man muss nur den Griff ins Regal anwenden oder wie Harry es ausdrücken würde: Accio Buch!

Auch für mich, der ziemlich spät auf den “Hogwarts Express” aufgestiegen ist, werden die kommenden Zeilen einen Abschluss darstellen. Wenn ich die zurückliegenden Jahre betrachte, die Harry in den Büchern zurücklegen musste, kommt mir meine “Reise” wie ein Zeitraffer vor. Innerhalb kürzester Zeit habe ich die Bände “verschlungen”, nachdem ich doch vorher eher ein Gegner von Harry und seinen Freunden war (Slytherin lässt grüßen!). Ich konnte den Trubel und die Begeisterung nicht begreifen – doch das lag ausschließlich daran, dass ich mich auf dieses “Geschäft” nicht einlassen wollte. Wie ich aber bereits in “Ein WARUM? Der Mythos Harry Potter” geschildert habe, wurde meine Denkweise maßgeblich verändert. Nach dem heutigen “persönlichen” Abschluss meiner “Potter-Reise” bin auch ich ein wenig enttäuscht. Das liegt jedoch ausschließlich daran, dass ich nicht von Beginn an ein Teil der “Pottermaniacs” war – doch Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung.

Eigentlich ist es ja auch kein “richtiger” Abschluss, denn Joanne K. Rowling versorgt auch weiterhin ihre Anhängerschaft mit Neuigkeiten. So wurde heute der Startschuss für Pottermore gegeben. Auf http://www.Pottermore.com haben Fans die Möglichkeit, ihr Wissen um Harry Potter und allen weiteren Beteiligten zu erweitern. Es ist ein gelungenes “Beiwerk”, welches in Verbindung mit den Büchern und Filmen richtig Spaß machen wird. Wie ich also bereits geschrieben habe: Diese Geschichte kann jederzeit von Neuem beginnen! Nichtsdestotrotz hat jeder Abschluss einer Erzählung eine sehr emotionale Seite. Filme können diese Emotionen sehr gut wiederspiegeln und was eignet sich wohl am Besten, als ein kleiner (sehr gelungener) Rückblick auf Cast & Crew der Filmreihe um Harry Potter:

Nun ist es soweit – meine letzte “Potter-Rezension” soll nicht länger auf sich warten lassen!

Der größte Fürsprecher und “Fels in der Brandung” für Harry – Albus Dumbledore – ist tot. Er, der stets eine helfende Hand für Harry und seine Freunde reichte, wurde durch die Hand eines Vertrauten ermordet. Wie soll Harry nun die verbliebenen Horkruxe finden, wo sein Mentor nicht mehr da ist, um ihm bei dieser wahnsinnigen Mission zu helfen?

Lord Voldemort steht kurz vor seinem Triumph – er hat seine Todesser um sich gescharrt und plant den letzten Akt, um sich als unumschränkter Herrscher der Welt aufzuschwingen. Der einzige Mensch, der diesem Vorhaben noch im Wege steht, ist Harry Potter. Nach all´ den Jahren läuft in “H. P. und die Heiligtümer des Todes” alles auf dieses letzte Duell hinaus.

Harry, Hermine und Ron machen sich zu dritt auf den Weg, um die Horkruxe zu suchen und zu vernichten. Schließlich beinhalten diese Artefakte Teile der Seele des Dunklen Lords. Um Voldemort ein für alle Mal vernichten zu können, müssen alle Horkruxe entdeckt und zerstört werden, um eine Chance zu erhalten, den Sieg davonzutragen. Doch diese Mission ist von fortlaufenden Rückschlägen gesäumt. Zweifel und Argwohn lasten schwer auf den Schultern der drei Freunde, die oftmals das Gefühl haben, mit diesem “Problem” von Dumbledore allein gelassen worden zu sein.

Sie wissen nicht, wo sie genau suchen sollen und haben auch keinerlei Ahnung, wie diese magischen Artefakte zerstört werden können. Wie ein quälendes Puzzle müssen sie mühsam alle Teile zusammensetzen, um ein komplettes Bild erhalten zu können. Auf ihrer Reise haben sie es nicht nur mit den treuen Anhängern Voldemorts zu tun. Auch ihre eigenen Ängste und Zweifel plagen sie und sorgen zwischenzeitlich für eine schwere Krise.

Irgendwie müssen sie diese fast unlösbare Aufgabe lösen, während die Macht des Bösen immer größere Kreise zieht. Doch auch Hoffnung ist ein stetiger Begleiter des Trios. Der feste Glaube an ihre eigenen Stärken soll dafür sorgen, dass sie als Sieger aus diesen unzähligen Konflikten hervorgehen.

Nach diesem “Road Trip” kann es nur eines geben: Die Erfüllung einer Prophezeiung im ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse!

“Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” ist nicht das umfangreichste Werk der Reihe. Wie in einem “Roadmovie” befindet sich der Protagonist in ständiger Bewegung mit seinen Freunden. Die Reise, die damit verbundenen Strapazen, der Verlust von Weggefährten und die Gewissheit, eines Tages dem finsteren Gegenspieler gegenübertreten zu müssen, belasten ihn schwer. Doch auch der Leser fühlt hier äußerst intensiv mit. Der “Suchtfaktor Harry Potter” schlägt hier unbarmherzig zu und lässt kaum Zeit zum Atmen. Wie bereits in “H. P. und der Halbblutprinz” verdichten sich die düsteren Wolken immer mehr und der Leser fragt sich, wie diese Geschichte gut ausgehen soll, wenn so viele Unglücke und Katastrophen über die Helden einstürzen.

Vor allem auf der Hälfte der Strecke erlebt der Leser ein irrwitziges Tempo, was der Spannung jedoch keinerlei Abbruch bietet. Die Fragen, die sich bis dahin stellen, werden noch nicht im Ganzen beantwortet. Doch die Vermutungen und Schlussfolgerungen, die sich die Leserschaft “zusammenreimt”, erweitern das Puzzle um einige wichtige Teil. Es ist sicher, dass zum Finale alle Fragen geklärt werden – es muss einfach so sein!

Tatsächlich “quält” uns die Autorin bis zum Ende, bevor alle Fragen gelöst werden können. Während in der filmischen Umsetzung Harry Potter oftmals auf die Hilfe anderer angewiesen ist, entdecken wir im letzten Band, dass seine geistige Reife und Entscheidungsfreude auf einem neuen Höhepunkt angelangt ist. J. K. Rowling hat stets die Entwicklung und den Reifeprozess ihres Protagonisten im Blick. So wirken einige Schlussfolgerungen oder Bemerkungen von Harry keineswegs störend oder gar “fehl am Platze”. Sie zeigen vielmehr auf, dass er sich weiterentwickelt hat, was dem Leser durchaus gefällt. Mrs. Rowling ist ihrem Stil bis zum Ende treu geblieben und sorgt für einen äußerst gelungenen Abschluss ihrer geschaffenen Saga.

Was bleibt nun von dieser Geschichte übrig? Endet die Geschichte wie in einem Märchen? … und sie lebten glücklich und zufrieden, bis zum Ende ihrer Tage?

Es ist sicherlich ein wenig von Allem!

Das Ziel erreicht zu haben – etwas nach einer langen “Durststrecke” überstanden zu haben – und dabei glücklich und zufrieden zu sein…

… es ist ein verdienter Lohn für jahrelange Entbehrung und Verzicht.

Als Leser fühlte ich mich stets gut unterhalten. Ich war gerne in Hogwarts und liebte Quidditch. Ich verachtete Malfoy und war ein glühender Fan von Dumbledore. Selten hat mir eine Geschichte so gut gefallen. Schade, dass diese Serie ihren Abschluss gefunden hat – doch ist das wirklich das Ende? :)

 

x Autor/in: Joanne K. Rowling
x Titel: Band 7 Harry Potter – Die Heiligtümer des Todes
x Genre: Jugendbuch, phantastische Literatur
x 736 Seiten
Carlsen Verlag
x ISBN: 3551577773

Rezension “Harry Potter und der Halbblutprinz”

Finstere Kreaturen werden niemals Rücksicht oder Erbarmen gegenüber den Rechtschaffenen zeigen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese grausamen Wesen aufzuhalten.

Auch Harry ist sich dieser Tatsache bewusst. Lord Voldemort sorgt mit seinen Todessern für Chaos und Zerstörung, auch und vor allem in der “Muggel-Welt”. London und weite Teile Nordenglands sind bereits Opfer von Übergriffen des Dunklen Lords geworden, ohne dass diese armen Bewohner die Ursache für diese plötzlichen Katastrophen kennen.

Nach seiner erfolgreichen Flucht aus dem Ministerium und dem großen Verlust eines Fürsprechers, muss Harry einige Neuerungen und Entdeckungen verdauen, um überhaupt am täglichen Leben in Hogwarts teilnehmen zu können. Doch dafür bleibt – natürlich – wenig Zeit. Harry hat neue Aufgaben erhalten, die er nun wahrnehmen muss. Zum einen ist er der neue Kapitän der Quidditch-Auswahl seines Hauses. Zum anderen gibt es einen neuen Lehrer an der Schule, der – zur Überraschung aller Schüler – ein Fach unterrichtet, welches eigentlich fest vergeben war: Zaubertränke! Da Horace Slughorn, der neue Zaubertrankmeister, ein alter Freund des Schulleiters ist und schon einmal an der Schule unterrichtet hatte, tritt er nun genau diese Stelle erneut an, die er viele Jahre zuvor bereits inne hatte. Aber was ist mit Professor Snape? Harry Potter und seine Freunde sind völlig überrumpelt, als sie aus dem Munde Dumbledores erfahren, dass dieser nunmehr sein “Lieblingsfach” unterrichten darf – “Verteidigung gegen die Dunklen Künste”. Für Harry bricht mit dieser Neuerung eine Welt zusammen!

Warum ist ausgerechnet Slughorn an die Schule gekommen, wo er doch ein betagter Lehrer ist und eigentlich seine verbleibenden Tage in Ruhe genießen könnte? Warum erfüllt Dumbledore Snape seinen Herzenswunsch? Harrys Gedanken kreisen zu Beginn der Geschichte um diese Fragen – wobei er bereits vor Antritt des neuen Schuljahres Slughorn kennen lernen durfte! Ein eigenartiger Kauz – aber höchst interessant und für den weiteren Verlauf der Dinge eine der wohl wichtigsten Personen in “H. P. und der Halbblutprinz”.

Joanne K. Rowling entführt uns zum 6. Mal nach Hogwarts und noch nie – wirklich noch nie – war es so finster, wie in diesem Fortsetzungsroman. Ihr Protagonist, der sich noch im vorangegangenen Band völlig allein auf weiter Flur sah, ist nun von Unterstützern “umzingelt”. Doch wer hat hier wirklich nur Gutes im Sinn?

Die vielen Aufgaben und Neuerungen, denen sich Harry und seine Freunde ausgesetzt sehen, sind sicherlich im Schulalltag keine große Überraschung. So zeigt uns J. K. Rowling, dass mit Erfahrung und Alter auch ein neues Maß an Verantwortung von Seiten einer Schule eingefordert wird. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass hier die Erfahrungen der “Lehrkraft” Rowling voll zum Tragen gekommen sein muss.

Was die Dramaturgie der Erzählung und deren Länge angeht, hat die Autorin gekonnt “dosiert” und zwar über den gesamten Verlauf der Geschichte. Von Anfang bis Ende ist dieser Roman spannend erzählt und lässt dem Leser kaum Zeit “durchzuschnaufen”. Vielleicht war dieser Band auch leichter zu erzählen, als sein Vorgänger (was man durchaus an der Länge festmachen kann!). Doch Tatsache ist, dass der “Cliffhanger” – das Finale des “Halbblutprinzen” – ein schrecklich schönes Vorspiel auf den letzten Band der Potter-Saga darstellt.

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ausgerechnet im letzten Teil die hervorragende Qualität gemindert wird. Daher vergebe ich  5 Sterne für “den Halbblutprinzen”.

x Autor/in: Joanne K. Rowling
x Titel: Band 6 Harry Potter und der Halbblutprinz
x Genre: Jugendbuch, phantastische Literatur
x 656 Seiten
Carlsen Verlag
x ISBN: 3551566666

Rezension “Harry Potter und der Orden des Phönix”

Oftmals entdecken wir Abgründe in unserer eigenen Biographie, die uns erschaudern oder zweifeln lassen. So hat man z. B. als Kind oftmals (Gott sei Dank!) ein Idealbild von seinen Eltern vor Augen. Sie sind gut zu ihren Kindern und werden stets das Richtige tun – sie sind die “moralischen Vorbilder”! Dieses Bild bekommt jedoch “Kratzer”, wenn man erstmalig enttäuscht wird.

Natürlich wissen wir in unserem Innersten, dass Eltern, Freunde und Bekannte stets eine gute Absicht verfolgen und niemals böswillig etwas entscheiden. Aber ab einem gewissen Alter – sagen wir mal zwischen 12 und 16 Jahren – sorgen wir mit unserem “rebellischen Verhalten” oftmals selbst dafür, dass einige Dinge aus dem Ruder laufen. Dass dann die Rüge oder Ermahnung von Seiten der Eltern o. a. erfolgt, ist selbsterklärend.

Doch auch die Enttäuschung über Menschen, denen wir stets vertraut haben, darf nicht unerwähnt bleiben. So gibt es für einen jungen Menschen nur sehr wenige Dinge im Leben, die so niederschmetternd sind, wie ein “gebrochenes Versprechen” oder das Zersplittern eines Ideals, was man in einer bestimmten Person stets sah und achtete. Wie fühlt man sich wohl, wenn man keinerlei Antworten auf seine Fragen erhält? Wie hart und auch ernüchternd kann die Tatsache für einen jungen Menschen sein, wenn das persönliche Umfeld Mauern des Schweigens gezogen hat, die man selbst nicht überwinden kann?

J. K. Rowling hat in ihrer Buchreihe über den aufstrebenden Zauberer Harry Potter stets eine Art Loblied auf Tugenden wie Vertrauen, Liebe und Freundschaft gesungen. In ihrem bisher längsten Werk (über 1.000 Seiten) verleiht sie dem Protagonisten mehr Tiefe, als es in den vorangegangenen Titeln der Fall war. Zweifel, Enttäuschungen und Zorn spielen hier eine weitaus größere Rolle – sicherlich auch auf Grund der Ereignisse in “H. P. und der Feuerkelch”.

Harry hatte stets die Unterstützung von Personen wie z. B. Albus Dumbledore oder seinen besten Freunden Hermine und Ron erhalten, wenn es um Lösungen von schwierigen und bisweilen auch lebensgefährlichen Aufgaben ging. Erstmals sieht er sich jedoch allein auf der Bühne. Freunde und auch Lehrer, welche ihm stets zur Seite standen, kapseln sich regelrecht ab. Zu allem Überfluss kommt es zu Ereignissen, die das bisherige Leben an der magischen Schule für Hexerei und Zauberei extrem beeinträchtigen.

Doch wollen wir nun die Geschichte erst einmal von Anfang an beleuchten!

Die Ereignisse zum Ende des Trimagischen Turniers waren nur ein Vorgeschmack auf das, was den Leser im 5. Band der Potter-Reihe erwartet. Der Dunkle Lord ist zurückgekehrt! Leider gibt es da ein Problem. Weder Potter, noch dem Schulleiter Hogwarts wird dieses “Hirngespinst” abgenommen. Der Zaubereiminister ist sich sicher, dass Dumbledore bewusst für Aufruhr sorgt, um womöglich selbst das hohe Amt des Ministers für Zauberei an sich zu reißen. Harry trifft es noch härter! Selbst seine Freunde sind sich nicht sicher, ob Harry wirklich die Wahrheit über die Ereignisse erzählt hat, die sich während des Turniers ereignet hatten. Er fühlt sich allein und im Stich gelassen, denn selbst Professor Dumbledore meidet den offenen Kontakt zu ihm. Harry kann sich nicht erklären, warum ausgerechnet sein größter Fürsprecher nicht mit ihm sprechen möchte.

Zu allem Überfluss kommt es während der Sommerferien zu einem fast lebensgefährlichen Duell. Harry kann zwar den feigen Angriff vereiteln, doch die Quittung folgt prompt. Das Ministerium will Harry den Prozess machen! Schließlich darf man als minderjähriger Zauberer keinerlei Zaubersprüche in Gegenwart eines “Muggles” ausführen. Keine zwei Jahre zuvor hatte Harry selbst noch Angst gehabt, von der Schule geworfen zu werden, nach dem er unbeabsichtigt seiner “Tante” eine Überraschung in luftiger Höhe bescherte. Damals erhielt er jedoch die Entwarnung vom Minister höchst persönlich und konnte sein Schuljahr in Hogwarts antreten. Ausgerechnet dieser Minister will ihn jetzt  vor Gericht zerren, obwohl Harry sein eigenes Leben und das seines Cousins schützen wollte?

Während er sich auf den Prozess vorbereitet, erfährt Harry weitere Neuigkeiten. Der “Orden des Phoenix”, eine Geheimgesellschaft von Zauberern, hat sich neu zusammengefunden, um gegen den Dunklen Lord mobil zu machen. Diese Neuigkeiten treffen ihn völlig unvorbereitet, denn er erhielt während der langen Ferien keinen einzigen Brief seiner Freunde, um ihn mit diesen Nachrichten zu versorgen. Immer mehr wird sich Harry der Tatsache bewusst, dass er aus unerfindlichen Gründen über einige Dinge im unklaren gelassen wird – selbst von seinen engsten Verbündeten. Selbst diejenigen, die ihm mehr erzählen möchten (z. B. sein Patenonkel Sirius), werden zum Schweigen verdonnert, was die Situation nicht einfacher macht.

Doch die kommenden Herausforderungen und Ängste, die in diesem Band auf sich warten lassen, werfen noch größere Fragen auf und eskalieren auf dem Höhepunkt der Geschichte  in einem schrecklichen Verlust für Harry. Die dunklen Zeiten scheinen wirklich immer näher zu kommen – - – oder haben bereits begonnen!

Erfolgsautorin Rowling hat in ihrer Fortsetzung einen schwierigen Teil der Entwicklung des Protagonisten erläutert – dies ist ihr wahrlich gelungen! Auch wenn sich dieser Roman sicherlich schwieriger liest, als es bisher der Fall war, so ist das Thema auch ein weit umfangreicheres. Er schildert sehr detailliert den “eigenen Kampf” und die damit verbundenen Hürden im Leben, die es zu nehmen gilt. Der Leser fühlt mit Harry mit und möchte stets Trost und Zuspruch vermitteln, was – natürlich – nicht möglich ist. Diese Herausforderung muss Harry ganz allein durchstehen – wie auch wir im “wahren Leben”.

Auch wenn viele “Potter-Fans” diesen Band nicht zu den Besten der Reihe zählen: Harry Potter und der Orden des Phoenix zeichnet uns ein hervorragendes Bild der Wesenszüge und der Charakteristika des Harry Potter. Auch wenn man am Ende der Erzählung ziemlich niedergeschlagen und “fertig” ist – DAS ist der Zustand, in dem sich auch der Protagonist befindet!

Fazit:

Die Fans der Serie werden – natürlich – diesen Roman genauso gern lesen, wie die bisher erschienenen Titel. Allen anderen “Bücherwürmern” bleibt nur anzuraten, die vorangegangenen Titel zu lesen, denn das ist, meiner Meinung nach, eine zwingende Voraussetzung für diesen 5. Band.

Ich persönlich freue mich nun bei einer heißen Tasse Kaffee und einer wärmenden Decke auf “Harry Potter und der Halbblutprinz”.

Es grüßt Euch,

Olli

P. S. Das bedeutet natürlich auch, dass Stephen King´s Werk “Der Anschlag” noch ein wenig auf sich warten lässt – aber keine Panik, Stephen: Ich komme wieder!

x Autor/in: Joanne K. Rowling
x Titel: Band 5 Harry Potter und der Orden des Phönix
x Genre: Jugendbuch, phantastische Literatur
x 1024 Seiten
Carlsen Verlag
x ISBN: 3551555559

Rezension – Harry Potter und der Feuerkelch

Hallo zusammen!

Es ist vollbracht! Ich habe den vierten Band der Potter-Reihe durch und ich bin enttäuscht. Warum musste dieser hervorragende Band nach knapp 770 Seiten sein Ende finden??? ;)Mal ehrlich – diese Buchreihe war bisher von Anfang bis Ende genial! Als ehemaliger “Verweigerer” fällt mir dieses Eingeständnis wirklich nicht schwer. Wenn etwas gut ist, sollte man es doch einfach zugeben, oder? “Harry Potter und der Feuerkelch” hat mich begeistert und bietet in meinen Augen den ersten echten “Cliffhanger” der Reihe. Ich will ja nichts verraten, aber die letzten Kapitel stacheln die Gier auf “Harry Potter und der Orden des Phoenix” unglaublich an!So – genug gejubelt! Es folgt meine Rezension zum bisher besten “Potter”!

Ein düsteres Anwesen erhebt sich aus den Tiefen der Nacht. Verwitterte und alte Mauern täuschen ein wenig darüber hinweg, dass dieser Bau einmal ein prächtiges Herrenhaus am Rande einer ländlichen Provinz in England war. Ganz in der Nähe des Hauses bewohnt ein Veteran des letzten Weltkrieges eine kleine Bleibe. Frank Bryce ist Gärtner und scheint schon immer auf dem Anwesen für die Pflege der Gärten verantwortlich gewesen zu sein. Vor einigen Jahren ereignete sich in den Räumen des Hauses ein grauenhaftes Verbrechen. Auch Frank gehörte, als direkter Bewohner des Anwesens, zu den Verdächtigen. Er wurde damals auf das Revier der örtlichen Polizei gebracht und vernommen. Letztlich konnte man allerdings keinerlei Beweise vorbringen, um Frank einen Mordprozess in die Schuhe zu schieben. Die Opfer schienen äußerlich völlig unverletzt zu sein – bis auf den geschockten Ausdruck auf ihren toten Gesichtern. Seit dieser Zeit wurde Frank von der Außenwelt abgegrenzt. Für ihn spielte dies jedoch keinerlei Rolle. Die Familie auf dem Anwesen sorgte für ihn und bot eine Behausung.

Das Riddle-Haus war jedoch nach diesen schauerlichen Todesfällen nichts weiter, als ein Schatten seiner prächtigeren Tage. Familien, die nichtsdestotrotz in diesen Mauern ein neues Heim für ihre Lieben aufbauen wollten, zogen nach kurzer Zeit wieder aus. Selbstverständlich dauerte es nicht lange und die Anwohner vermuteten, dass es in dem Herrenhaus spuken würde.

Das einzige Ärgernis, was Frank Bryce “auf die Palme” brachte, waren die Kids, die immer wieder mit “Mutproben” ihr Können unter Beweis stellen wollten. Sie schlugen Scheiben ein oder verschafften sich Zutritt in die alten Räumlichkeiten des Hauses.

So war es auch in dieser Nacht gewesen, als Frank eigentlich ganz gemütlich sein Teewasser zubereitete und aus dem Fenster blickte. Es brannte tatsächlich Licht im Haus. Frank würde diesen “Rabauken” beibringen, nicht in fremde Häuser zu steigen. Er griff nach dem alten Haustürschlüssel und machte sich mürrisch auf den Weg zum Herrenhaus.

Hätte er es doch nicht getan…

“Harry Potter und der Feuerkelch” sorgt allein zu Beginn der Erzählung für einen kleinen Bruch. Haben wir zuletzt Harry stets bei den Dursleys angetroffen, werden wir an einem völlig anderen Ort “appariert”. Das Szenario ist düster und unheilvoll inszeniert und bringt uns eines deutlich vor Augen: Harry Potter und den Lesern stehen dunkle Zeiten ins Haus!

Jedes Kapitel birgt dunkle Vorzeichen, die eine Rückkehr oder zumindest einen großen Machtgewinn des Dunklen Lords, vermuten lässt. Voldemort scheint der “heilen Zauberwelt” Stück für Stück näher zu kommen.

J. K. Rowling bietet dem Leser viele spannende Handlungsstränge, welche jedoch eines gemeinsam haben: Sie bereiten den Leser auf das UNVERMEIDBARE vor! Ganz egal, ob es sich um eine fantastische Veranstaltung wie z. B. die Quidditch-Weltmeisterschaft handelt, oder das fast sagenumwobene Event, welches dieses Jahr in Hogwarts stattfindet: das Trimagische Turnier. Harry und seine Freunde werden über die Dauer der Erzählung das Gefühl nicht los, dass finstere Wolken aufziehen – manchmal auch in der gruseligen Form eines Totenschädels, dem eine Schlange aus dem Mund entweicht.

Die Spannung und das Kribbeln bis in die Haarspitzen – es ist stets vorhanden.

Was mir gefällt, im Gegensatz zu der durchaus gelungenen Filmadaption, ist das Wiedersehen von “alten Bekannten” wie Sirius Black oder Dobby. Der Leser begibt sich auf eine unheimliche Reise. Doch der feste Glaube, nicht allein durch diese Prüfungen gehen zu müssen, sorgt für ein wohliges Gefühl.

Auch die Entwicklung unserer “Helden” wächst mit jedem veröffentlichten Band. Harry, Ron und Hermine haben spätestens zum Ende dieser Erzählung die “glückliche” Kindheit hinter sich gelassen.

Einige Vermutungen, die man in Verbindung mit bestimmten Personen aus der Erzählung anstellt, werden in diesem Roman weiter aufgeschlüsselt. Zwar sind keine abschließenden “Urteile” möglich, doch ich bin mir sicher, dass dem einen oder anderen Leser ein deutliches “Oha” oder “Aha” entweicht!

“Harry Potter und der Feuerkelch” bietet dem Leser fast das gesamte Repertoire an Emotionen. Liebe – Hoffnung – Wut – Angst – es ist wirklich alles enthalten, was man sich für eine spannende und gute Unterhaltung wünscht.

Daher kann ich nur sagen:

Hut ab, Mrs. Rowling – sie haben es wieder geschafft, einen zufriedenen Leser zurück zu lassen!

Es gibt fünf Sterne für diese hervorragende Autorin und ihr Spitzentrio aus dem Hause Gryffindor.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch,

Olli

x Autor/in: Joanne K. Rowling
x Titel: Band 4 Harry Potter und der Feuerkelch
x Genre: Jugendbuch, phantastische Literatur
x 768 Seiten
Carlsen Verlag
x ISBN: 3551551936

Rezension – Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Hallo zusammen!Die Erfolgsgeschichte geht weiter – und es wird düsterer!Zu Beginn meiner Rezension muss ich einen Unterschied festhalten, der mir im Vergleich zur filmischen Umsetzung aufgefallen ist.Wer Fan der Kinofilme ist wird beim Lesen des 3. Romans feststellen, dass im Gegensatz zu den ersten beiden H. P. – Bänden in “H. P. und der Gefangene von Askaban” weitaus mehr Hintergrundwissen geboten wird. Personen, die in den verfilmten Fassungen erst in der Folge ihren ersten großen Auftritt haben, tauchen hier bereits auf, wie z. B. Cedric Diggory.

Außerdem zeigt einer meiner Lieblingscharaktere der “Potter-Reihe” erstmals richtig finstere Züge in seinem Auftreten – Severus Snape.

Kommen wir aber nun zur eigentlichen Rezension! ;)

Harry musste – natürlich – die Sommerferien bei den so verhassten Dursleys verbringen. Dieser Umstand ist sicherlich schon schwierig genug. Doch das Ganze wird noch unerträglicher, als sich “Tante” Magda für eine Woche bei den Dursleys einquartiert. Sie und Harry haben ohnehin kein gutes Verhältnis zueinander. Durch eine gemeine Provokation ihrerseits erhält sie – für die Leser und unseren Titelhelden völlig zu Recht – die Quittung serviert.

Außer sich vor Zorn verlässt Harry zu später Stunde das Anwesen der Dursleys. Er hat keine Ahnung, wie er jetzt überhaupt nach Hogwarts oder auch London (Winkelgasse) kommen soll. Tief in seinen Gedanken versunken bemerkt er fast gar nicht, dass er beobachtet wird. Zwei giftgelbe Augen starren ihn aus der Dunkelheit an. Mit seinem Zauberstab will er mehr Licht in dieses unheimliche Dunkel bringen. Doch durch diese Aktion (vielleicht sogar schon seine zweite illegale Zauberaktion an einem Tag!) findet er etwas völlig anderes vor – den “Fahrenden Ritter”. Dieses Taxi für gestrandete Hexen und Zauberer bringt Harry nach London in die Winkelgasse, wo er bis zum Schulstart im September bleiben wird.

Noch vor Beginn seines dritten Schuljahres ist also für Harry Potter eine ereignisreiche Zeit vorhanden, in der er unter anderem erfährt, dass es im gefürchteten Gefängnis von Askaban einen Ausbruch gegeben hat. Der flüchtige Mörder Sirius Black sei entkommen. Noch nie gelang dies einem Insassen. Das könnte vielleicht auch ein Grund sein, warum kein geringerer als der Zaubereiminister höchst persönlich, Cornelius Futch, den Schüler in Empfang nimmt. Harry, der eigentlich mit einem Rausschmiss aus Hogwarts rechnet (auf Grund seiner unerlaubten Zauberei im Ligusterweg), wird von Futch wie ein “rohes Ei” behandelt. Jedenfalls darf Harry seine Planungen für das kommende Schuljahr in Angriff nehmen. Doch was ihn dieses Mal in Hogwarts erwartet, übertrifft seine dunkelsten Vorstellungen.

J. K. Rowling blendet zum ersten Mal in ihrer Reihe den größten Rivalen Harry Potters aus. Lord Voldemort ist zwar auch in diesem Roman weiterhin Gegenstand von hitzigen Reden und Vermutungen. Doch der eigentliche Plot beschäftigt sich mit der unheimlichen Gestalt Sirius Black. Neben diesem interessanten Charakter kommen – natürlich – auch völlig neue Figuren vor. Eine meiner Lieblinge (sicherlich auch auf Grund der Filmadaption) ist Professorin Sybill Trelawney, die natürlich im Roman einen weit größeren Handlungsstrang erhält. Hier zeigt sich auch wieder diese faszinierende Begabung der Autorin, immer wieder für Überraschungen und faszinierende Ideen gut zu sein. Überhaupt fällt es mir hier schwer, Kritik zu üben. Das Buch ist wieder sehr spannend und intensiv geschrieben. Handlungen, die z. B. in der filmischen Umsetzung gänzlich fehlten oder zu kurz gekommen sind, geben dem Leser viel mehr Hintergrundwissen über die Protagonisten an die Hand. Auch die Entwicklung des Harry Potter ist äußerst gelungen. Ja, der Junge wird halt älter und engagierter! Dies gilt natürlich auch für seine besten Freunde Hermine und Ron. Die ersten beiden Bände waren bereits geniale Werke, aber dieser Band braucht sich nicht verstecken und ist mindestens gleichwertig.

Daher gebe ich gerne unsere Maximalwertung und freue mich bereits jetzt auf “Harry Potter und der Feuerkelch”!

Liebe Grüße,

Euer Olli

x Autor/in: Joanne K. Rowling
x Titel: Band 3 Harry Potter und der Gefangene von Askaban
x Genre: Jugendbuch, phantastische Literatur
x 448 Seiten
Carlsen Verlag
x ISBN: 3551551693

Rezension – Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Hallo zusammen!

O.K. – gern hätte ich diese gelungene Geschichte schneller beendet. Leider konnte ich, auf Grund von vielen wichtigen Entscheidungen (die – natürlich – keinen Aufschub duldeten), keine “entspannten Lesestunden” einlegen. Dieses Wochenende jedoch war endlich wieder “Potter-Time”!Das erste Jahr in Hogwarts ging mit einem echten Paukenschlag zuende! Harry, Ron und Hermine müssen über die Sommerferien getrennte Wege gehen, was vor allem Harry zu schaffen macht. Der so innige Wunsch, sich mit seinen Freunden während der Ferien zu treffen, ist im Hause Dursley nicht umsetzbar. Auch wenn er nun sein “echtes” eigenes Zimmer hat, werden er und seine geliebte Eule Hedwig weiterhin “unter Verschluss gehalten”. Zu allem Überfluss erhält Harry nicht einen einzigen Brief von seinen Freunden.Als sich ein wichtiger Besuch bei den Dursleys ankündigt, darf Harry wieder den “Geist” spielen und sich auf sein Zimmer verkriechen. Doch er und Hedwig sind nicht allein! Ein Wesen, welches sich mit dem Namen Dobby vorstellt, sitzt auf Harry´s Bett und verlangt von ihm, nicht nach Hogwarts zurückzukehren. “Harry Potter ist in großer Gefahr!”

Harry, der Hogwarts als sein eigentliches Zuhause ansieht, denkt natürlich nicht im Traum daran, dem Wunsch des sogenannten Hauselfen zu entsprechen. Daraufhin folgt eine äußerst peinliche Situation für die Dursleys, eine spannende “Befreiungsaktion” durch Ron und seine Brüder und ein paar tolle Tage im “Fuchsbau” der Familie Weasley.

Die Warnung, die Harry von Dobby erhalten hat, soll sich jedoch bewahrheiten, als er und seine Freunde ihr zweites Jahr in Hogwarts begehen. Die Kammer des Schreckens wurde geöffnet und es gibt anscheind kein Entkommen!

J. K. Rowling hat es geschafft! Mit der Fortsetzung ihres Bestsellers “Harry Potter und der Stein der Weisen”, schließt sie nahtlos an der fantastischen Erzählung des jungen Zauberlehrlings an, der nun seinem zweiten Abenteuer entgegenfiebert. Der so liebgewonne Schreibstil und das “Wiedersehen” mit den Charakteren, die einem schon beim ersten Band ans Herz gewachsen sind, überzeugen auch in diesem Roman. Auch die neuen Charaktere, allen voran der neue Lehrer im Fach für “Verteidigung gegen die dunklen Künste” – Gilderoy Lockhart, überzeugen und sorgen oftmals für einige Lacher. Hinsichtlich der Fantasie und dem eingebrachten Einfallsreichtum scheinen J. K. Rowling keinerlei Grenzen bekannt zu sein.

Auch wenn ich noch ein echtes “Greenhorn” bin (Asche auf mein Haupt!!!), kann ich mir sehr gut vorstellen, wie ungeduldig die “Potter-Maniacs” gewesen sein müssen, als sie auf die letzten Seiten des Bandes stießen. Schließlich dauerte es eine ganze Weile, bis “Harry Potter und der Gefangene von Askaban” veröffentlicht wurde. Ich hingegen darf nun breit grinsen – derzeit befinden sich die nächsten beiden Bände auf dem Muggel-Postweg ´gen Heimat! ;)

Dieser zweite Band macht einfach Lust auf mehr! Mehr Potter – mehr Dumbledore – mehr Voldemort! Abschließend kann ich nur festhalten:

Wem nach dem zweiten Roman nicht das Potter-Virus gepackt hat, dem ist nicht mehr zu helfen!

Ich vergebe daher sehr gerne die Höchstwertung! 500 Punkte für Gryffindor oder auch

für alle Fans und Freunde von Harry Potter!

Liebe Grüße von

Olli

x Autor/in: Joanne K. Rowling
x Titel: Band 2 Harry Potter und die Kammer des Schreckens
x Genre: Jugendbuch, phantastische Literatur
x 352 Seiten
Carlsen Verlag
x ISBN: 3551551685

Ein WARUM? Der Mythos Harry Potter

Hallo zusammen!

Viele Jahre habe ich einen großen Bogen um dieses “Phänomen” gemacht. Viele Jahre konnte ich es einfach nicht verstehen, warum sich junge und junggebliebene Menschen tief in der Nacht vor einem Bücherladen versammeln, um zur mitternächtlichen Stunde ein Buch zu kaufen.Den ersten Kontakt hatte ich durch eine ehemalige Kameradin hergestellt – vielmehr wurde er fast aufgezwungen. Wir saßen bei ihr zuhause und sprachen über verschiedene Dinge, die uns im Bezug auf unsere Arbeit beschäftigten. Irgendwann fiel mein Blick auf eine ganz besondere Bücherreihe. “Mein Gott! Du hast ja den Potter zuhause!” Schallendes Gelächter brach aus. Sie grinste nur und sagte: “Na ja – ich kann nicht anders! Die Bücher sind einfach genial!”Naserümpfend nahm ich diese Bemerkung zur Kenntnis. Sie fragte mich zwar, ob ich nicht mal diese Bücher lesen möchte, doch ich verneinte sofort. “Dieser Hype um einen jungen Zauberkünstler hat mich nie erreicht – und das wird er auch nie!” Selbst als großer Kinofan und selbsterklärter Cineast wollte ich auch die dazugehörigen Spielfilme nicht sehen!

Immer mehr Freunde und Bekannte schauten die Filme oder begannen mit dem Lesen der Geschichten um Harry, Hermine und Ron. Es war gruselig und einfach furchtbar!

Trotzdem hielt ich einfach an meinem festen Willen fest:

NIEMALS WÜRDE MICH HARRY POTTER BEZWINGEN! …

… Selten so gelacht!

Als 2007 der siebte und letzte Teil der Geschichte veröffentlicht wurde, habe ich noch tief durchgeatmet. Ganz nach dem Motto: “Irgendwann musste das ja auch mal ein Ende haben. Gott sei Dank!”

Ziemlich überrascht hat mich dann die Reaktion eines guten Freundes. Der rief mich an einem Wochenende an und sagte: “Oh Mann! Jetzt weiß ich echt nicht mehr, auf was ich mich in den nächsten 10 Jahren freuen kann.” Ich wunderte mich und fragte: “Wieso? Was ist denn los?” Völlig entgeistert sprach er zu mir: “Na du bist mir ja einer! Der letzte Harry ist raus und ich habe ihn durch. Hammergenial! Wirklich! Der Hammer! Und du fragst mich, was los ist?”

Oha! Ich war sehr überrascht, dass dieser Kerl überhaupt Harry Potter gelesen hatte. Als ich ihm erzählte, dass ich bisher weder ein Buch, noch einen Film dieser Reihe zur Kenntnis genommen hatte, sprang er fast an die Decke. “Was? Olli – DA HAST DU ECHT WAS VERPASST!” Er empfahl mir zumindest die Filme (obwohl er wusste, dass ich auch gerne lese – aber ich bin halt auch sehr oft im Kino gewesen!).

Bis 2010 hatte ich diesen Zauberlehrling gefürchtet – wie der Teufel das Weihwasser!

Als ich dann bei amazon.de die ersten 6 Jahre Harry Potter für weniger als 20 € als DVD erhalten konnte, schlug ich zu! Es war halt so günstig – mehr wollte ich nun wirklich nicht ausgeben. Selbst meine liebe Tanja hatte zumindest den ersten Teil schon gesehen und war überrascht, dass ich NICHT EINEN EINZIGEN dieser Filme vorher gesehen hatte.

Was dann folgte, war – – – Ernüchterung – – – BITTERKEIT – – – Traurigkeit – – – und SPASS!

Ich war so dämlich – ich war so unglaublich DÄMLICH! Ich war sauer auf mich und auf all´ jene Mitmenschen, die mir stets geraten hatten, diese Filme oder Bücher links liegen zu lassen.

Ich war einfach begeistert von der Geschichte! Den Hype konnte ich nun zumindest ein wenigverstehen! Nach ein paar Tagen besuchten Tanja und ich einen unserer Lieblingsbücherläden. Als ich Harry Potter und der Stein der Weisen und Harry Potter und die Kammer des Schreckens sah, musste ich nicht lange überlegen. Die gebundenen Ausgaben mussten auch bei uns zuhause stehen. Grinsend schaute mich Tanja an und sagte: “Da hat wohl einer ein wenig Fieber bekommen, oder?” Ich grinste nur zurück und sagte: “Jepp!”

Mittlerweile kann auch ich es kaum erwarten, bis der zweite Teil der “Heiligtümer des Todes” in die Kinos kommt. Die Bücher werden anschließend von mir in aller Ruhe gelesen. So versuche ich zumindest diesen Zauber ein wenig länger hinauszuzögern.

Ja – ich war jahrelang ein großartiger Kritiker, der die Filme und Bücher einfach nicht sehen bzw. lesen wollte. Aber für all´ diejenigen unter euch, die in den letzten zehn Jahren genauso dachten und empfanden, habe ich eine kleine Empfehlung parat:

Schaut die Filme – lest die Bücher! Es lohnt sich wirklich!

Wer hätte das gedacht? ;)

Gruß,

Olli