maschakaléko

Mascha Kaléko

Die Lyrikerin Mascha Kaléko (geb. 07.06. 1907) ist Jüdin, und hatte die Zeit des ersten Weltkrieges, so wie auch den Nationalsozialismus hautnah miterlebt. Der Verlust der Heimat, die Suche nach einer Neuen, hatte auch in ihr tiefe Wunden hinterlassen. Während des ersten Weltkriegs floh sie mit ihren Eltern von Galizien (Polen)  nach Deutschland. In der Fremde schrieb sie über den Verlust und das Leben. An der Humboldt-Universität und der Lessing-Hochschule studierte Mascha Psychologie und Philosophie. In ihrer Freizeit schreibt sie. Ihre Texte sind Zeitzeugen der deutschpolnischen Geschichte. Sie sind von der traurigen Stimmung der Zeit durchtränkt. Mit siebzehn ungefähr, lernte sie den Philologen Paulo Kaléko kennen, den sie später auch heiratete.

Sie saß oft im “romanischem Café” am Kurfürstendamm. Das war zur Zeit der goldenen Zwanziger. Unter der Verlinkung las ich etwas, was mir direkt ein Lächeln ins Gesicht schitzte. Denn von den Bürgern; wurde der wilhelminische Bau als “Café Größenwahn” bezeichnet. Hier verkehrte ein intellektueller Gesellschaftskreis. Viele Schriftsteller, Maler, Regisseure, Schauspieler, darunter auch Journalisten und Kritiker. Das Lokal entwickelte sich zu einem Künstlertreffpunkt. Sie trifft dort unter anderem auf  Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz und Klabund, mit denen sie munter über dieses oder jenes debattierte. Auch mit Berlins großem Flaneur Franz Hessel  war Mascha Kaléko  gut befreundet.

Ein Heimatsgefühl fand sie nur in Berlin.  Als sie 1932 in Frankreich war, schrieb sie eine Postkarte an Saul Koléko. Ihre Worte waren: ”Paris ist schön … sehr schön. Aber leben, leben in Berlin. Nur in Berlin.”

Im Januar 1933 erschien über den Rowohlt Verlag ihr erstes Werk.  Das “Lyrische Stenogrammheft” war sehr begehrt und so schnell vergriffen, dass es von Ernst Rowohlt nachgedruckt werden musste. Man sagte, dass bei der legendären Bücherverbrennung auch die Exemplare von Mascha Kóleko  öffentlich verbrannt wurden, doch bewiesen wurde es nie.

1935 veröffentlichte Rowohlt ihr zweites Buch: “Kleines Lesebuch für Große – Gereimtes und Ungereimtes.”  Im Jahr 1937 dann, wurden eindeutige Zeichen der Nationalsozialisten gesetzt.  Erstmals erschien der Name der Autorin auf der Liste “schädlichen und unerwünschten Schrifttums”. Die Gestapo forderte den Rowohlt Verlag dazu auf, sämtliche Bücher aus den Vertrieb zu nehmen und Neuproduktionen zu stoppen. Heimlich wurden ihre Werke untereinander weitergereicht, kopiert, getippt und sogar handschriftlich festgehalten.

Zwischendrin trennte sich von Paulo Koléko. Den Nachnahmen nutzte sie weiterhin. Koléko ist ihr Künstlername. Irgendwann heiratete sie den temperamentvollen Künstler Chemjo Vinaver. Es war keine glückliche Ehe. Sie schrieb 1938 in ihr Tagebuch: “Aber leider ist er nicht der Mann für mich. Neben ihm sterbe ich täglich einen neuen Tod.” Nichtsdestotrotz verlässt sie ihren Mann nicht . Die Familie schafft es noch kurz vor der Reichspogromnacht im Oktober 1938 in die USA auszuwandern. Von nun an lebte sie in Exil. Mascha Konéko war heimatlos und selbst als sie in den Fünfzigern den Weg zurück nach Berlin fand, fühlte sie sich verloren. Berlin und auch Mascha hatten sich verändert.

Mascha Konéko liebte die deutsche Sprache, mit der sie ihre Gefühle zum Ausdruck bringen konnte. Ich liebe  die Leichtigkeit ihrer Poesie. Vermischt sind: MELANCHOLIE, KLARHEIT, ELEGANZ und eine Priese IRONIE. Mascha ist die Perle unter den Lyrikern, und wird für mich nie in Vergessenheit geraten.
Zusammengefasst aus folgenden Quellen: Wikipedia, In Memorandum an Mascha Kaléko , Rowohlt VerlagBritta Jürgs (Hg.): Leider hab ich’s Fliegen ganz verlernt. Portraits von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen der Neuen Sachlichkeit. Berlin: AvivAVerlag, 2000. Mascha Kaléko: Die paar leuchtenden Jahre, dtv 2003.