Manche Dichter sagen die Lyrik ist ihr Zuhause. Für Mascha Kaléko, vielleicht ein Zufluchtsort, oder ein stiller Raum des Nicht Vergessens. Was sie liebt, was war, die Traurigkeit, die Einsamkeit, die Heimatlosigkeit. Schmerz. Hoffnung? … und viele unbeantwortete Fragen. Krieg. Schweigen. Vielleicht war es ihr Raum zum Atmen. Ich habe “In meinen Träumen läutet es Sturm” gelesen,Vers für Vers. Gestern als die Sterne leuchteten, mitten in der Nacht! Manchmal wünschte ich mir, ich könnte in die Vergangenheit reisen, nur um den Worten von namhaften Personen zu lauschen. Einst, im romanischem Café. Doch dann verstumme ich und dieser innige Wunsch verfliegt, weil man weiß was war, oder es zu wissen glaubt?
Vom Wissen
Wenn man erst einmal weiß,
Weiß man auch, daß man weiß,
Und wüßte lieber nicht.
Aber zu spät.
Schon weiß man, daß auch
Die Hoffnung nie wieder,
Nie wieder einkehrt, nie wieder;
Sondern quer übers Meer, ade,
Denen zusegelt, die
Noch nicht wissen,
Noch etwa wissen,
Daß es etwas
Zu wissen
Gibt.
~ Mascha Kaléko ~
Die nächsten Zeilen, welche ich immer und immer wieder für mich selbst gesprochen habe. So ganz im Stillen, sind “Worte in den Wind”. Und ich fasse mir ans Herz. Es sticht!
Worte in den Wind
Du zahlst für jedes kleine Wort auf Erden,
für jedes Mal, da du das Schweigen brichst.
So tief du liebst, wirst du verwundet werden
und mißverstanden, fast sooft du sprichst
~ Mascha Kaléko ~
x Autor/in: Mascha Kaléko
x Titel: In meinen Träumen läutet es Sturm
x Genre: Lyrik
x 192 Seiten
x DTV
x ISBN: 3423012943
one minute – mascha kaléko/take it easy from Spiegel Eule on Vimeo.
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